Feiere die Veränderungen

Was wenn das Alte nicht mehr funktioniert, aber das Neue noch nicht da ist? Wie komme ich aus dem Alten ins Neue? Was kann ich tun, um nicht im Alten stecken zu bleiben?

Transformation. Umwandlung.

Transformation ist nicht unbedingt ein angenehmer Platz in mir. Es zwickt und brennt und tut.
Ich fühle so klar, nein, das geht nicht mehr, das will ich nicht mehr. Ich will nicht mehr kämpfen. Ich will nicht mehr in regelmäßigen Abständen und ständig frustriert sein und meckern oder jammern und kritisieren. Ich will mich nicht mehr klein halten, festhalten an etwas, das sich nicht mehr stimmig anfühlt. Ich will mir und meinem Gefühl vertrauen und Gott vertrauen. Immer noch eine Schicht tiefer.
Ich vertraue, ja.
Und gleichzeitig entdecke ich gerade diesen Platz in mir, wo ich mir manchmal nicht erlaube zu fühlen, was ich wirklich will und dann auch dafür zu gehen, einzustehen. Wo ich mir und meinem Gefühl nicht vertraue: Ich kann doch nicht alles haben. Es liegt an mir – wenn ich mich ändere und anpasse, geht es vielleicht doch. Meine Visionen sind unrealistisch. Wenn Gott es für mich anders wollen würde, dann wäre es auch anders. Ich schaffe das eh nicht. Ich sollte dankbar sein für die unglaublich vielen Geschenke, die ich jeden Tag erfahre, für die Schönheit um mich herum, für die wundervollen Menschen um mich herum, für meine Familie
Und ja, das bin ich auch.
Ich bin so tief dankbar, immer wieder, jeden Tag. Für meine Tochter, meinen Mann, meine Eltern und meine Schwester, meine Freundinnen und Freunde, dafür an einem Ort zu wohnen, der sich für mich nach Seelenzuhause anfühlt, für die unglaubliche Fülle und Magie der Natur, für meine Gesundheit und die Schönheit um mich herum, für meine feinen Sinne und all die Liebe.
Und doch lebe ich im Alltag oft nicht aus meiner Kraft heraus, doch ist da etwas, das will sich wandeln in mir, ist da soviel Liebe und Kraft, die geteilt werden wollen auf neuen Wegen, dass das Gefäß meiner Familie und Partnerschaft nicht ausreicht. Wie kann ich mich ausdehnen in meiner Familie und meiner Partnerschaft?

Ich will die gefühlte Unsicherheit und das Nichtwissen aushalten, mich in sie fallen lassen in dem Wissen, dass die Sicherheit und das Wissen in mir ruhen, wenn ich mich in sie hinein entspanne.
Ich will mir die Freiheit, wirklich zu leben in jedem Moment ganz erlauben, den Wandel zulassen und nicht aus Angst stecken bleiben im Alten, das sich eigentlich nicht gut anfühlt.

Gestern hatten mein Mann und ich ein Gespräch – in dem wir feststellten, dass unsere Systeme so unterschiedlich funktionierten, dass wir zusammen nicht glücklich werden würden, so sehr wir es auch versuchten.
Uff, Trauer, Schmerz darüber, Erkennen, Fühlen der alten Wunden, die uns zusammengeführt haben, Fühlen, dass es an der Zeit ist, diese wirklich zu heilen anstatt sie immer wieder neu aufzureißen. Loslassen. Immer wieder atmen. Noch tiefer, weiter.
Und dann ist da einfach soviel Liebe, fühle ich mich in der Trennung plötzlich eins und ewig, spüre einfach nur soviel Dankbarkeit für ihn und unseren Weg, viele Tränen, befreiende Tränen. Weiteratmen. In sie hinein.

Die tiefe Sehnsucht, diese tiefe Liebe auch in diesem Körper erfahren zu können. In einer Partnerschaft. Nicht nur für Momente, kurze Augenblicke, sondern kontinuierlich, immer wieder, in einem stabilen und gleichzeitig lebendigen Rhythmus, einer liebevollen Struktur, die sich für mich und meine/n Partner/in gut anfühlt, so sehr, dass sie mein Leben erfüllt, bereichert, mich inspiriert, mir Kraft gibt. Ja, es ist nicht nur ein verschwommener Wunsch oder eine tiefe Sehnsucht, immer mehr spüre ich, dass es Zeit ist, dass ich mich dafür hinstelle, dafür gehe und erfahre, wie Partnerschaft sich wirklich stimmig und gut für mich anfühlen kann.
Ich stelle mir vor, es gibt dieses Gefühl von einem wirklichen Gegenüber, mit dem ich einfach Lust habe zu forschen nach etwas Neuem, das wir beide fühlen und wollen und dass wir uns führen lassen auf dem Weg von unserem inneren Wissen, unseren Gefühlen, uns heilen lassen – ohne Widerstand, sondern in Demut und Vertrauen.
In meiner Vision sehe ich einen Mann, der bereit ist sich wirklich einzulassen, freiheitsliebend und dennoch verlässlich und klar ausgerichtet mit seiner Kraft, treu und loyal, der meinem inneren Mann ein gleichwertiges Gegenüber ist, der ihn achtet, sieht und als gleichwertig akzeptiert – ohne permanente Machtkämpfe, sondern als Kameraden, beste Freunde. Ein Mann, der seine Gefühle wahrnimmt und achtet, der seine eigene weibliche Seite und mich als Frau ehrt, ernst nimmt, mir lauscht, den Raum für sich und mich halten kann. Ein Mann, der seinen Körper und sein Herz und seinen Verstand gleichwertig lebt und liebt und der bereit ist, seine sexuelle Kraft mit seiner spirituellen Kraft zu verbinden und sie in seiner Partnerschaft zu feiern, zu erweitern und miteinander zu forschen und zu heilen. Ja, ich fühle all diese Aspekte in mir. Und ich fühle die wilde, weise Frau in mir, die in ihrer Klarheit und Intuition, Ruhe und Kraft vor nichts Angst hat und wild entschlossen ist zu dienen und die sanfte und weiche, ekstatische, hingebungsvolle Frau, die sich immer ein Stück zurückgehalten hat, weil sie nie ganz vertraut hat, dass sie gehalten wird. Beide sind gerade sehr präsent.

Es ist Zeit, sie frei zu lassen. Es ist Zeit, ihnen eine Stimme zu geben.

Ich gehe auf diesen Mann zu.
Ich fühle meine Angst, meine Zweifel und lasse sie von mir abfallen wie eine alte Haut. Ich bin Mensch. Er ist Mensch. Wir werfen uns das nicht mehr vor, sondern genießen es. Bewusstsein ist Magie.

Die Neue Erde, die Neue Welt, die wir erschaffen, erschaffen wir zunächst in uns und unseren Beziehungen. Es bringt mich nicht weiter, große und tiefe Visionen zu haben, wenn ich sie nicht in meinem Umfeld beleben und erfahren kann. Und gleichzeitig braucht es, dass ich mir meine Visionen ganz erlaube, um in meiner Partnerschaft und in meinem direkten Umfeld etwas verändern zu können. Oft macht das Angst.

Feiere die Veränderungen, fürchte sie nicht!“ ist ein Satz, der mich gerade begleitet. Wenn ich dann in Momenten wie gestern Abend, wo mein Herz vor Angst und Schmerz flattert, mich für die Tränen bedanke, in sie hinein atme, dankbar bin, dass etwas in mir heilen darf, mich bei Gott bedanke für den Weg und die Liebe und mich bewusst für das Neue öffne, das auf mich wartet – ohne meine Gefühle wegzuschieben oder abzuschneiden, sondern indem ich alles da sein lasse und es bewusst wahrnehme, annehme und liebevoll weiteratme, dann werde ich unendlich weit, dehne mich aus und genieße das Sein. Danke liebes Leben!

Wenn du Unterstützung brauchst bei deinen Veränderungsprozessen gerade, begleite ich dich gern online oder vor Ort in Hawaii. Meld dich gern für ein kostenloses Vorgespräch (30 min) per E-Mail: Dorina(at)kohunatika.com